Der englische Begriff Microgreens hat sich so großer Beliebtheit erfreut und ist in der Welt so weit verbreitet, dass er in den meisten Sprachen gar nicht übersetzt wird. Im Deutschen verwenden wir die Übersetzung Mikrokräuter/Mikrogrün. Microgreens/Mikrokräuter bezeichnet die ersten Triebe von Gemüse und Kräutern, die das Stadium des ersten Blattes erreicht haben. Beim Wachsen erscheinen zunächst die Keimblätter, die zusammen mit dem Stängel einen hohen Nährstoffanteil enthalten. Für ihr Wachstum nutzen sie nur Wasser und Mineralien aus dem Boden. Aufgrund dieses Phänomens sind sie zu modernen Superfoods geworden. Denn für ihr Wachstum sind keine Düngemittel, Herbizide oder Pestizide erforderlich. Sie entwickeln sich einfach von selbst. Mithilfe von Wasser, Boden, Sauerstoff und später auch dank des Sonnenlichts. Wir können sie auch Setzlinge nennen. Sie sind konzentriert und voller Nährstoffe.
Sprossen sind junge, feuchte Keimsamen. Sprossen werden als Wurzel mit Samen und sehr unreifen Blättern definiert. Sprossen haben einen milden Geschmack und dienen der Textur, dem Crunch und der Farbe. Sie haben keinen besonders hohen Nährstoffgehalt. Aufgrund der ständigen Feuchtigkeit haben sie ein höheres Risiko für mikrobiologische Kontamination, Krankheitserreger und Schimmel. Ein weiterer großer Nachteil ist die Verschwendung von Samen. Mikrokräuter/Mikrogrün keimen in der Erde und umfassen voll entwickelte Blätter. Sie gewinnen Nährstoffe aus ihrem Wachstumsmedium (Substrat) und Energie durch Photosynthese mit Hilfe der Blätter. Sie werden geerntet, indem der Stängel über der Wurzel abgeschnitten wird, und sind weniger anfällig für lebensmittelbedingte Krankheitserreger und mikrobiologische Kontamination als Sprossen. Sie sind voller Geschmack, der normalerweise die Aromen reifer Pflanzen konzentriert, und reich an Nährstoffen. Mikrokräuter haben im Vergleich zu Sprossen einen stärkeren Geschmack und bieten eine große Auswahl an Formen, Texturen und Farben von Stängeln und Blättern.
Die Geschichte der Microgreens Ursprünglich stammen sie aus San Francisco und tauchten erstmals um 1980 nur in gehobenen Restaurants auf.Wir verdanken ihre Entstehung der Gastronomie, da Köche in ihren kulinarischen Kreationen ständig innovieren und sich weiterentwickeln müssen, um ihren Kunden ihre Werke auf dem Teller als kulinarisches Erlebnis zu präsentieren. Aus diesem Grund begann der Begriff Microgreens in der Welt der Gastronomie zu erscheinen. Auf diese Weise begannen sie, alle möglichen Arten von Gemüse, Kräutern und überhaupt allem Essbaren zu testen. Oft entdeckten sie interessante Geschmacksrichtungen, wo sie sie überhaupt nicht erwartet hatten. Ihren heutigen Namen erhielten sie jedoch erst viel später. Das erste Mal war es 1998.Ihre Popularität wuchs fast sofort. Seit dem neuen Jahrtausend, dem Jahr 2000, wurden nach und nach verschiedene Forschungen und Entwicklungen von Microgreens für die menschliche Gesundheit durchgeführt. Die Wissenschaftler waren sofort überrascht und begeistert von den ersten Ergebnissen. Es stellte sich heraus, dass die Triebe von Gemüse und Kräutern ein Vielfaches an Vitaminen und Mineralstoffen enthalten im Vergleich zu ausgewachsenem Gemüse und Kräutern. Das liegt daran, dass die Konzentration und das Verhältnis der Vitamine in jungen Pflanzen höher ist. Ein Beispiel ist der Rotkohl, bei dem 100g etwa das 40-fache an Vitamin C enthält im Vergleich zu ausgewachsenem Kohl, wie wir ihn kennen. Das bedeutet, dass 100g Microgreens-Kohl 4kg ausgewachsenem Kohl entspricht. Dieses Phänomen ist jedoch verständlich. Denn der Stängel mit seinen ersten Blättern zieht alle Kraft aus dem Samen und ist so konzentriert und im besten Stadium.





